Montag, Juli 06, 2009

Was macht eigentlich eine Investment-Bank?

In den Medien hat man in der letzten Zeit oft von diesem "schrecklichen" Investment-Banking geredet. All diese gierigen und unverantwortlich handelden Investmentbanker wurden verschrien. Wohl keine andere Branche hat im Moment ein schlechteres Image und dabei weiss der Grossteil der Menschen gar nicht, was eine Investmentbank wirklich macht. Das Image lautet ca. so: "Hochriskantes Spekulieren oder Casino-Investments". Nun, das ist jedoch nur ein kleiner Teil des Investmentbankings und all die wichtigen und wertvollen Dienstleistungen einer Investmentbank werden überhaupt nicht erwähnt. Der Grossteil der Investmentbanker betreibt kein Eigenhandel, sondern bietet ganz andere und entscheidende Dienstleistungen an, als da wären (nach Wikipedia):

- Auf Primärmärkten beschäftigen sie sich mit der Emission von Fremd- und Eigenkapital.
- Sie unterstützen Kapitalnehmer bei der Suche nach Kapitalgebern und übernehmen durch ihre Beratung beim Erwerb und Verkauf von Unternehmensbeteiligungen (M&A) Vermittlungsleistungen.
- Auf Sekundärmärkten sind sie in der Kundenberatung sowie Auftragsausführung im Handel von Wertpapieren für Kunden tätig.
- Sie übernehmen die Vermögensverwaltung für Kunden.
- Sie sind auch Market Maker, d. h. sie handeln Wertpapiere und standardisierte Güter (z. B. Devisen), indem sie An- und Verkaufspreise stellen.
- Der Eigenhandel dient zur Steigerung des Gewinns und der Erhöhung der Liquidität im Markt, wodurch der Handel anderer Marktteilnehmer erleichtert wird.

Ich habe selber in der Investmentbank der UBS gearbeitet und fast alle Mitarbeiter die ich kennengelernt habe, waren nicht im Eigenhandel tätig. Die Investmentbanken übernehmen wichtige wirtschaftliche Aufgaben und ermöglichen es erst unserer Welt bzw. Unternehmen schwierige Transaktionen zu tätigen. Durch die Fremdkapitalaufnahme (Herausgabe von Obligationen) und Eigenkapitalemission (Herausgabe von Aktien) im grossen Stile wird es den Unternehmen erst ermöglicht zu wachsen, zu forschen, neue Zweige aufzubauen usw. Ohne die Dienstleistungen der Investmentbanken wäre das Wachstum der letzten und der kommenden Jahre in diesem Ausmass nicht möglich. Und auch für uns Kleinaktionäre sind die Investmentbanken wichtig, sie kreieren Derivate und Produkte, die wir sonst nicht kaufen könnten, sie verflüssigen den ganzen Markt und ermöglichen somit ständig zu handeln.

Die Investmentbanken haben durchaus ihre Existenzberechtigung und der undifferenzierte Blick der Medien ist ungerechtfertigt. Aber wie die Linken, bin auch ich der Meinung, dass Banken, welche Mittel von Privaten entgegennehmen, keinen Eigenhandel betreiben sollten. Dafür gibt es Hedge-Funds oder andere Konstrukte. Aber es kann nicht sein, dass eine Bank wegen des Eigenhandels fast Pleite geht, wie es bei der UBS geschehen ist. Bei einer Bank sollten die Dienstleistungen für die reale Wirtschaft im Vordergrund stehen und nicht Gewinnmaximierung durch riskante Finanztransaktionen.

1 Kommentare:

Elmar hat gesagt…

Giü..
Vai grad mirau tiu Profil.
Ti has en in per sbagls...
1. Ti has uss 24 onns.
2. Ti eis Widder e buc Jungfrau.
Quei fussi, in bi gi...