Mittwoch, Juni 03, 2009

Peak-Oil - Wie lange reicht noch das Öl?

An dieser Stelle möchte ich auf meinen Beitrag "Diese unsägliche Klimadiskussion" vom 12. September 2008 verweisen. Dort habe ich am Schluss das energietechnische Problem unserer Menschheit ein bisschen skizziert. Dazu möchte ich euch (also denen die sich für diese Problematik interessieren und bereit sind ein 30seitiges Dokument zu lesen) nahelegen, folgendes Dokument durchzulesen. Dieses habe nicht ich selber verfasst, sondern ein Typ auf dem Forum von www.wallstreet-online.de. Dieser hat all diese Sachen über ein Jahr im Forum zusammengetragen, ich habe jetzt alles rausgezogen und in einem Dokument zusammengefasst und strukturiert. Darin geht es in erster Linie um die Peak-Oil Theorie, den Einfluss von unkonventionellen Ölen und eine kybernetische Sichtweise auf den Ölpreis. Es ist wirklich hochspannend und eine Zusammenfassung vieler gängiger Quellen. In erster Linie geht es darum, die Entwicklung des Ölpreises und Szenarien von dessen Auswirkungen auf das Leben auf dieser Erde zu skizzieren. Ich denke, für jeden, der über Öl und dessen Zukunft mitreden will, für den ist dieses Dokument ein "must read".

Dieser Typ hat auf dem Forum die sogenannte "Bäcker-Parabel" gebracht. Ich finde diese genial und wenn man diese im Hinterkopf hat, dann wird vieles, was unter der Bush-Regierung passiert ist, klarer und offensichtlicher.

Die Bäcker-Parabel

Nehmen wir einmal an, da ist in einem Ort ein Bäcker. Es gibt in diesem Ort nur einen Bäcker, der für alle backt. Dies stört aber niemanden, da der Bäcker immer genug Brot liefert. Jeder bekommt soviel Brot, wie er will und das zu einem fairen Preis! Ein Brot kostet vielleicht einen Euro. So sind alle zufrieden.

Nun wächst der Ort so nach und nach. Eines Tages aber, verkündet der Bäcker, dass ihm das Mehl langsam weniger würde. Niemand kann das verhindern. Plötzlich fällt allen auf, dass es ja nur einen Bäcker gibt, die ganze Zeit über und kein anderes Lebensmittelgeschäft. Eines Tages, stehen die 20 Leute, die jeden Morgen um Brot anstehen beim Bäcker. Der sagt: es gibt aber ab heute nur noch Brot für 16 Leute, 4 kriegen nix - und in Zukunft sieht es sogar nach noch weniger aus.

Was passiert?

Teilen die Leute das wenige Brot? Nein! Die ersten in der Schlange sagen: "Wir waren zuerst da, also gehört alles uns!". Die hinteren sagen: "Ich biete 2, nein 3, nein 10 Euro für ein Brot." Dann bricht ein Tumult aus, in dessen Folge die Hälfte des Brotes zerstört, die Bäckerei schwer beschädigt und ein Teil der Leute getötet wird.

Im Laufe des Tages bildet sich ein Kartell der stärksten Dorfbewohner, welches die Bäckerei ständig bewacht und dafür sorgt, dass alle Kartellmitglieder Brot bekommen. Die Kartellgegner bekämpfen das Kartell. Entweder wechselt die Macht noch mal zum Gegenkartell oder nicht. Ergebnis: die Kartellgegner des herrschenden Kartells siechen oder verhungern - ohne Brot und ernähren sich vielleicht notdürftig aus den Abfällen der Kartellisten. Die stärksten Kartellmitglieder können sich das meiste Brot sichern. Die ständige Angst vorm Verhungern bleibt trotzdem. Am Ende ist das Dorf nur noch halb so groß und Brot sehr teuer bzw. sehr kontrolliert.

Wendepunkt der Menschheit

Meiner Meinung nach sind wir im Moment an einem Wendepunkt der Geschichte, nicht unbedingt wegen der Finanzkrise, jedoch wegen des Öles. Seit 2006 gibt es keine nennenswerte Mehrförderung, d.h. Peak-Oil ist mehr oder weniger eingetroffen. Die Suche nach Alternativen hat begonnen, und somit ein Wettrennen gegen die Zeit. Wir Junge werden dies alles noch live miterlben in den kommenden Jahrzehnten.